Die sieben Königreiche: Beschenkt, flammend, königlich

Katsa, die beschenkte Kämpferin; Fire, die Rothaarige mit unwiderstehlicher Schönheit; Bitterblue, die junge Königin – drei starke Frauengestalten kämpfen in Kristin Cashores Trilogie "Die sieben Königreiche" für Wahrheit, Gerechtigkeit und die Liebe. Eine Welt, drei starke Heldinnen: In "Die Beschenkte", "Die Flammende" und "Die Königliche" steht jeweils eine andere Protagonistin im Mittelpunkt.

Worum geht’s?

Lady Katsa ist beschenkt. Beschenkt mit einer Gabe, dank der sie in allen sieben Königreichen gefürchtet wird: der Gabe des Tötens. Doch sie ist es leid, ständig als Racheengel eingesetzt zu werden. Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen von Lienid begegnet, weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist – sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Sie schöpft Hoffnung, mit ihrer Gabe auch Gutes bewirken zu können, denn Bo, der fremde Prinz, scheint keine Angst vor ihr zu haben. Beharrlich und mit viel Geduld kämpft er um ihr Vertrauen – und ihr Herz.

Als er ihr wieder das Gesicht zuwandte, hatte sie das Gefühl, seine Augen seien nackt, sie könne direkt durch sie hindurch ins Licht seiner Seele sehen.
("Die Beschenkte")

Östlich der sieben Königreiche liegen die Dells. Ein verwunschenes Land, bevölkert von bunten, wunderschönen, gefährlichen Wesen – den Monstern. Denn sie schleichen sich in den Verstand der Menschen und manipulieren diesen. Fire ist das einzige noch lebende Monster in Menschengestalt. Mit ihren leuchtend grünen Augen und den Haaren wie Feuer übt sie eine unwiderstehliche Macht auf alle Lebewesen in ihrer Nähe aus. Auch sie kann in die Gedanken der Menschen eindringen – nur Prinz Brigan kann ihr widerstehen. Wer ist dieser unnahbare Feldherr und welche Rolle spielt er im Kampf um den Thron? Ehe sie sich versieht, ist Fire tief verstrickt in ein Gewirr aus Verschwörungen und Geheimnissen. Und obwohl sich ihr Innerstes dagegen sträubt, kommt sie dem Prinzen immer näher.

"Fire"
Er sagte ihren Namen und sandte ihr ein Gefühl. Fire begriff und konnte kaum glauben, dass es Liebe war.

("Die Flammende")

Der Tod ihres tyrannischen Vaters hat Bitterblue zur Königlichen gemacht. Als alleinige Herrscherin über eines der sieben Königreiche wächst sie langsam in ihre Aufgaben hinein. Doch gleichzeitig muss sie sich unausweichlich der Vergangenheit stellen: Wer war ihr Vater, König Leck, wirklich? Was gehört zu den Lügengebäuden seiner Herrschaft und was ist tatsächlich die Wahrheit? Für ihre Nachforschungen schleicht sich Bitterblue Nacht für Nacht verkleidet aus dem Schloss. Bei diesen nächtlichen Entdeckungstouren schließt sie unter falschem Namen ungewöhnliche Freundschaften und verstrickt sich ihrerseits in ganz neue Lügen. Dabei entdeckt sie, dass in ihrem Königreich nicht alles rund läuft. Im Gegenteil: Menschen werden ermordet, Häuser in Brand gesetzt. All das wurde vor ihr verheimlicht und Bitterblue steht vor der Frage, wem sie noch trauen kann.

Er blickt in ihr Gesicht. Seine Augen waren schwarz und voller Sterne. "Ich habe mir nie gewünscht, ein Gedankenleser zu sein, bis ich dich kennengelernt habe, weißt du das?"
("Die Königliche")

Gut zu wissen

Kristin Cashore hat eine sehr besondere Art zu schreiben. Wie sie dabei vorgeht, hat sie uns im Interview verraten:

"Zuerst das Wichtigste über mein Schreiben: ich schreibe mit der Hand. Wenn man mein Notizbuch an einer beliebigen Seite aufschlägt, findet man derart viele Streichungen, Pfeile und Hinweise wie 'siehe blaue Markierung', 'siehe 37a', dass man schreien möchte. (Das ist jedenfalls der Effekt, den es manchmal auf mich hat). Am oberen Rand der Seite findet man manchmal auch eine Notiz für mich selbst, in der ich mich darüber informiere, wie fürchterlich meine Schreiberei ist. (Es ist immer gut, die Dinge realistisch zu sehen.) Wenn ich die Textmenge für etwa 30-40 getippte Seiten geschrieben habe, übertrage ich den Text mit Hilfe einer Spracherkennungssoftware in ein Word-Dokument. Das drucke ich dann aus und lektoriere den Text auf dem Papier.

Ich schreibe fast jeden Tag, auch wenn ich im Urlaub bin. Manchmal zwei Stunden, manchmal zwölf Stunden lang, meistens irgendwas Vernünftiges dazwischen. Ich habe kein tägliches Pensum. Ich schreibe einfach, wie viel auch immer, und mein Plan für den Tag kann sich jederzeit ändern. Ich zwinge mich nicht zu schreiben, wenn es nicht funktioniert. Ich versuche, nicht meine E-Mails zu lesen oder mich von anderen Dingen ablenken zu lassen, aber meistens schaffe ich es nicht, und das ist auch in Ordnung, denn kleine Pausen und Ablenkungen sind Teil des Schreibprozesses.

Meine Ideen beginnen meistens damit, dass sich zwei Figuren in meinem Kopf unterhalten – meistens streiten sie sich. Ich höre ihnen zu – sie sind wütend, aber da ist auch Liebe oder Leidenschaft oder Unsicherheit oder Verzweiflung – und ich frage mich, worüber sie streiten. Was ist ihnen widerfahren? Wer sind sie? Was haben sie vor? Warum ist das Leben so schwer für sie? Und dann fängt alles an, sich zusammenzufügen. Figuren, deren Beziehungen zueinander und Gefühle kommen zuerst. Dann fädeln sich Ort, Handlung und alles andere ein. Die Details der Handlung, das Gerippe das alles zusammenhält, sind oft das Letzte, das ich ausarbeite; es gibt Teile der Handlung, die ich selbst nicht kenne, bis sie passieren und ich im Buch an diese Stelle komme. Die Figuren sind ähnlich schwer zu fassen. Ein Dialog, den ich schreibe, kann sich wenden oder völlig außer Kontrolle geraten; ich kann die Absicht haben, eine Figur etwas sagen zu lassen, aber das heißt noch nicht, dass sie es tatsächlich tut. Meine Figuren überraschen mich. Und dann stelle ich fest, dass ich mich in ihnen getäuscht habe und passe meine Sichtweise an."

Was es sonst noch über Kirstin Cashores Schreiben zu sagen gibt, erzählt sie Dir in ihrem Blog.

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