Impress-Autoren: Gänsehaut mit Christine Millman

Impress ist das digitale Label des Carlsen Verlags für gefühlvolle und mitreißende Geschichten aus der geheimnisvollen Welt der Fantasy. Unsere Gänsehaut-Autoren rauben Dir mit ihren schaurig-schönen Liebesgeschichten den Atem! Auf der Leipziger Buchmesse 2015 haben sie sich die Zeit genommen, die Fragen der Zuschauer zu beantworten. Heute hat sich Christine Millman Zeit für Eure Fragen genommen.

Christine Millman lebt in einem beschaulichen Kurort in Hessen. Da dort rein gar nichts los ist, bleibt ihr keine andere Wahl, als sich immer wieder in fiktive Abenteuer zu stürzen, sei es durch Lesen, Filme oder Schreiben. Gelernt hat sie Erzieherin, später schulte sie zur Mediengestalterin um. Zurzeit arbeitet sie für eine regionale Zeitung und schreibt nebenbei an ihrem nächsten Roman.

Wovor gruselst Du Dich am meisten bzw. was verursacht Dir Gänsehaut?

Ich grusele mich vor Übersinnlichem, das angeblich auf wahren Begebenheiten beruht - dämonische Besessenheit z.B., und vor möglichen Katastrophen, denen der Mensch hilflos ausgeliefert ist.
 

Wenn Du ein Geist wärst, wie würdest Du aussehen?

Ich wäre ein altmodischer Geist - durchscheinend mit langem Kleid und wehenden Haaren, dunklen Augen, die einen durchdringend ansehen.
 

Fühlst Du Dich vom Mond, besonders Vollmond, beim Schreiben beeinflusst?

Nicht, dass ich wüsste. Beschwören kann ich es natürlich nicht, weil ich nicht auf die Mondphase achte.
 

Was schreibst Du lieber, spannende oder romantische Szenen?

Das kommt darauf an. Eigentlich schreibe ich beides gerne. Manchmal kann ich es kaum erwarten, dass die Protagonisten zusammenfinden, dann schreibe ich die Szenen, in denen sie einander näher kommen natürlich besonders gerne. An anderen Tagen tobe ich mich lieber an düsteren oder Kampfszenen aus. Vielleicht hängt es ja doch mit der Mondphase zusammen.
 

Brauchst Du Süßigkeiten, wenn Du schreibst?

Nein, aber ich brauche morgens einen großen Pott Kaffee und den Rest des Tages Tee. Ohne meinen Tee läuft nichts.
 

Hast Du schon einmal geweint, als Du eine traurige Szene geschrieben hast?

Nicht direkt geweint, aber ich merke beim Schreiben, dass ich emotional in die Szene reingezogen werde. Das ist auch wichtig, um die richtigen Gefühle zu transportieren. Beim Überarbeiten eines Manuskripts ist es mir allerdings schon passiert, dass ich feuchte Augen bekam.
 

Würdest Du mit Deinen Protagonisten befreundet sein?

Auf jeden Fall. Ich verbringe viele Monate mit ihnen, kenne sie besser als meine realen Freunde, selbst wenn ich nicht alles gut heiße, was sie tun, kann ich sie doch verstehen und würde sie menschlich zumindest interessant finden.
 

Wenn Du schaurige Szenen schreibst, gruselst Du Dich mit?

Nicht bei fantastischen Themen, bei den Realistischen dafür umso mehr. Bei "Seth. Als die Sterne fielen" hat mich oft ein Schauer überlaufen. Würde ich einen "echten" Gruselroman schreiben, würde ich mich bei der ein oder anderen Szene bestimmt gruseln, vor allem im Dunkeln und wenn ich allein zuhause bin.
 

Was ist Deine Lieblingsstelle in „Seth. Als die Sterne fielen“?

Als Mariam in die Seniorenresidenz geht und beobachtet, wie ihrer geliebten Oma Sterbehilfe angeboten wird und wie sie sich kurz darauf für immer von Chris verabschieden muss. Da hatte ich beim Lesen Tränen in den Augen.

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