Die Schattenseiten der Luftkolonie

Schattenseiten der Luftkolonie

„Wir kennen uns ja bereits. Es freut mich, dass Du noch mehr über unsere Kolonie erfahren willst. Natürlich ist auch hier bei uns nicht alles Gold, was glänzt. Im Sommer kann es hier durch die starke Sonneneinstrahlung wirklich sehr, sehr heiß werden. Trotzdem sind wir von der Sonne abhängig, denn mit ihrer Hilfe produzieren wir die Energie, die wir so dringend brauchen. Schließlich muss der Würfel mit Sauerstoff versorgt und gekühlt werden. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist es mir hier trotzdem oft zu warm. Leider kann ich nicht schwimmen – sonst könnte ich mich einfach im Meer abkühlen. Die meisten Bewohner haben eine Heidenangst vor dem Wasser, deshalb gibt es in unserer Kolonie nicht mal Boote und, wie gesagt, schwimmen kann auch niemand. Die Verbannten und die älteren Bewohner werden deshalb mit Helikoptern aufs Festland gebracht, wo sie ums Überleben kämpfen müssen. Ach ja, das habe ich Dir noch gar nicht erzählt. In unserer Kolonie gibt es ein Gesetz, das alle älteren Bewohner dazu zwingt, die Kolonie zu verlassen, um den Jüngeren ein angenehmes Leben ohne Entbehrungen zu ermöglichen. Als Mitglied des Rats bleibe ich hiervon zwar verschont, trotzdem finde ich es sehr grausam, die Älteren einfach so ihrem Schicksal zu überlassen.

Gerade deshalb finde ich es umso schlimmer, dass einige der Bewohner sehr verschwenderisch leben. Sie kaufen sich von ihren Activa ständig neue Kleidung, obwohl sie eigentlich mehr als genug haben. Das kann sich aber nicht jeder leisten, denn nicht alle haben genügend Activa, um sich einen solchen Lebensstil erlauben zu können. Ärmeren Familien bleibt oft nichts anderes übrig als ihr Haus zu verkaufen, sobald ihr Viertel bei den Wohlhabenden en vogue ist.

Ich habe durch mein Erbe zum Glück nicht das Problem, dass ich zu wenig Activa besitze. Dafür muss ich allerdings einen hohen Preis zahlen. Seit dem Tod meines Vaters ist mein Leben sehr einsam. Meine Mutter habe ich nie kennengelernt, denn sie hat bereits kurz nach meiner Geburt die Kolonie verlassen. Mit der Verantwortung, die als Mitglied des Rats und als Beauftragter der Sicherheit auf mir lastet, muss ich also ganz alleine klarkommen. Das ist nicht immer einfach für mich. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte wie die Wasservölker in der Ruhe und Dunkelheit des Meeres leben. Diese Sehnsucht nach dem Meer teilt leider niemand in meiner Kolonie, denn die Angst vor dem Ozean ist bei den meisten Bewohnern hier tief verwurzelt.

Du siehst, nicht alles in unserer Luftkolonie ist positiv. Mein Leben ist manchmal ziemlich einsam, obwohl es mir von außen betrachtet an nichts fehlt. Was würde Dich am Leben in unserer Luftkolonie am meisten stören? Ich warte gespannt auf Deine Antwort!“

 

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Kommentare und Bewertungen

Lisa N
08.03.2017
Hallo Callum, Ich verstehe diese Ungerechtigkeit absolut nicht, dass ältere Menschen Platz machen müssen, damit die Jüngeren ein verschwenderisches Leben führen können. Das stört mich wirklich am meisten. Und dass keiner von euch schwimmen kann, ist fast schon unvorstellbar für mich... Deine Sehnsucht nach dem Meer muss doch unerträglich sein, wenn du es jeden Tag ansehen musst, es aber nicht berühren kannst. Ich würde glaube ich verrückt werden. Wärme dagegen stört mich so gut wie gar nicht, kalte Temperaturen halte ich dagegen überhaupt nicht aus. Ich hoffe, ich höre bald mehr aus der Luftkolonie. Grüße, Lisa
Maja Köllinger
08.03.2017
Hallo Callum, ich persönlich finde es am Schlimmsten, dass die älteren Bewohner der Kolonie einfach abgeschoben werden ins Exil, sobald sie ihren Dienst an der Gesellschaft geleistet haben. Das ist einfach unmoralisch und falsch! Ich kann deine Sehnsucht zum Meer verstehen und dass du nicht mit allem einverstanden bist, was in der Luftkolonie vor sich geht. An deiner Stelle würde ich auch flüchten wollen. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und hoffe, dass du glücklich werden wirst! Liebe Grüße Maja
Laura Fischenich
09.03.2017
Ich finde es auch doof dass die älteren Menschen gehen müssen und dass manche Leute verschwenderisch leben.
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