Stille deine Sehnsucht

Die rote Königin: Mares Schicksal

In der Welt der „roten Königin“ bestimmt die Farbe des Blutes über Dein Leben. Hast Du silbernes Blut, verfügst Du über besondere Fähigkeiten und kannst beispielsweise das Feuer kontrollieren oder Wirbelstürme herbeirufen. Die Silbernen sind die führende Elite und bestimmen die Geschicke des Landes.  Doch wenn rotes Blut in Deinen Adern fließt, ist Dein Leben dazu vorbestimmt, den Silbernen zu dienen. Ohne besondere Fähigkeiten sind die Roten niedere Arbeiter und in den Augen der Silbernen nichts wert. Auch Mare Barrow und ihre Familie gehören zu den „wertlosen“ Roten.

„Wir sind nicht ihresgleichen, auch wenn man es uns nicht ansieht. Das Einzige, was uns unterscheidet, zumindest rein äußerlich, ist die aufrechte Haltung der Silbernen. Unsere Rücken sind gebeugt von der Arbeit, von unerfüllten Hoffnungen und der unvermeidlichen Enttäuschung über unser Los.“ (Die rote Königin, S. 9)

Als Rote hat Mare in Victoria Aveyards neuem Buch „Die rote Königin“ scheinbar keine andere Wahl, als sich den Silbernen unterzuordnen. Doch als sie in Lebensgefahr schwebt, geschieht das Unfassbare. Es zeigt sich, dass sie ebenfalls über Fähigkeiten verfügt, die denen der Silbernen vielleicht sogar überlegen sind. Doch Mare muss sich dem Druck des Königshauses beugen und sich und ihre Fähigkeiten weiterhin in den Dienst der Silbernen stellen. Liebe GrüßeDein bittersweet-Team 

Hintergrundinformationen

Entscheidung 1Die Farbe des Blutes entscheidet über das Leben der Menschen. Die Silbernen verfügen über besonderen Fähigkeiten und beuten die Roten wie Sklaven aus. Diese verrichten alle niederen Tätigkeiten und kämpfen als Soldaten. Alle Roten, die keine Arbeit oder Lehrstelle haben, werden mit 18 Jahren zum Kriegsdienst eingezogen. Der Krieg der Silbernen gegen die Nachbarländer wütet schon seit hundert Jahren und fordert immer mehr rote Opfer.Dieses Schicksal droht auch Mare, die sich bisher als Diebin durchs Leben schlägt. Als ihr bester Freund Kilorn seine Lehrstelle als Fischer verliert und auch eingezogen werden soll, sucht Mare verzweifelt nach einem Ausweg. Denn Kilorn ist Kriegswaise und soll nicht auch noch selbst auf dem Schlachtfeld sterben.

„Eine Woche, Mare. Noch eine Woche, dann bin ich weg. […] Ich kann das nicht. Die – die werden mich nicht kriegen.“ (Die rote Königin, S. 25)

Doch eine Flucht ist schwierig und mit einem großen Risiko verbunden. Denn die Silbernen überwachen das ganze Land und wer sich der Einberufung widersetzt, wird erhängt. Einzig Schmugglerbanden aus dem Untergrund scheinen eine Möglichkeit zur Flucht zu kennen. Doch der Preis, den sie dafür fordern, ist für Mare und Kilorn unbezahlbar.

„Es ist unmöglich. Es ist verrückt. Es ist unsere beste und einzige Chance.“ (Die rote Königin, S. 29)

Entscheidung 2Mare wird überraschend dazu verpflichtet, am Hofe für die Silbernen zu arbeiten und muss gleich bei einer wichtigen Festivität dienen: Der Königinnenkür. Sie ist DAS Großereignis für den silbernen Adel. Die Töchter aus den Hohen Häusern präsentieren ihre Fähigkeiten in einem spektakulären Wettkampf. Als Preis erhält die Silberne mit den stärksten Fähigkeiten die Hand des Thronfolgers.

„Eins von diesen Mädchen wird die nächste Königin, und für diese Chance werden sie sich gegenseitig die Augen auskratzen.“ (Die rote Königin, S. 59)

Unter den Silbernen gibt es Kopflenker, Nymphen, Grünfinger, Versteinerer, Flammenkämpfer, Heiler, … – sie alle sind gnadenlos und schrecklich. Bei der Königinnenkür überbieten sich die silbernen Mädchen gegenseitig mit ihren Fähigkeiten.

„Es ist eine Zurschaustellung von Macht. Der Prinz soll sich mit dem mächtigsten Mädchen zusammentun, auf dass ihre Kinder die stärksten von allen werden.“ (Die rote Königin, S. 69)

Rote sind bei dieser Veranstaltung selbstverständlich nur als Diener zugelassen. Auch Mare bedient die Silbernen, als sie deren Kräfte am eigenen Leib zu spüren bekommt. Als bei einer Macht-Demonstration ein Teil der Arena einstürzt, gerät Mare in Lebensgefahr und fällt auf den elektrischen Schild, der die Kampfarena umgibt.

„Roter Stoff verbrennt, verkohlt durch die Hitze, aber meine Haut verändert sich nicht. Der Schild versucht mich zu töten, doch es gelingt ihm nicht.“ (Die rote Königin, S. 73)

Wie durch ein Wunder überlebt sie – geschützt von Fähigkeiten, die sie gar nicht haben dürfte. Natürlich setzen die Silbernen nun alles daran, diese Rote in die Finger zu bekommen. Entscheidung 3Mares Fähigkeiten sind für alle unerklärbar. Wieso hat sie als Rote Kräfte, über die nur eine Silberne verfügen dürfte? Kurzerhand erklärt das Königshaus sie zu einer verschollen geglaubten silbernen Adligen und vernichtet ihre bisherige Identität. Ab sofort ist sie Mareena Titanos, Tochter eines silbernen Kriegshelden, aufgewachsen bei den Roten.

„Wenn die Roten begreifen, was sie ist – eine Silberne kraft ihrer Herkunft, eine Rote kraft ihrer Erfahrung –, wenn sie sehen, dass sie eine von uns sein wird, dann können wir sie ruhighalten. Das ist wie eines der alten Märchen: Ein Mädchen aus dem einfachen Volk wird Prinzessin. Sie wird ihre Heldin sein.“ (Die rote Königin, S. 88)

Sie darf keinen Kontakt mehr zu ihrer roten Familie und ihren Freunden haben. Stattdessen soll sie Maven, den zweitgeborenen Prinzen, heiraten und ihr Leben unter strenger Bewachung am Königshof verbringen. Von ihrer wahren Identität darf niemand erfahren, sonst droht ihr und ihren Lieben der Tod. 

„Du bist jetzt rot im Kopf und silbern im Herzen. […] Von jetzt bis zum Ende deiner Tage musst du lügen. Dein Leben hängt davon ab, kleine Blitzwerferin.“ (Die rote Königin, S. 97)

 Entscheidung 4Kilorn ist Mares bester Freund seit Kindertagen. Sie sind gemeinsam in Stilts, einem Arbeiterdorf der Roten, aufgewachsen. Dort absolviert Kilorn eine Lehre als Fischer und scheint vor dem Kriegsdienst sicher zu sein. Doch als sein Lehrmeister stirbt, droht auch ihm die Einberufung. Durch Mares unfreiwillige Verbindung zum Königshaus entgeht er dem Krieg zwar, doch er schlägt einen nicht minder gefährlichen Weg ein. Und Mares Sorge um ihn wächst.Cal ist der Kronprinz aus den Häusern Calore und Jacos, Erbe des Königreichs Norta und der Flammenkrone. Er verschafft Mare Arbeit am Hof und rettet sie damit vor dem Kriegsdienst. Er erkennt zwar die Ungerechtigkeit, die den Roten widerfährt, doch an den bestehenden Verhältnissen kann und will er auch als zukünftiger König nichts ändern.

„»Die Welt zu verändern, hat seinen Preis, Mare«, sagt er. »Viele würden dabei sterben, und die meisten davon wären Rote. Und am Ende würde kein Sieg stehen, nicht für euch.«“ (Die rote Königin, S. 149)

Aber obwohl Cal allem widerspricht, was Mare erreichen will, übt er eine starke Anziehungskraft auf Mare aus. Viel stärker als Maven, Cals Bruder und Mares Verlobter. Entscheidung 5Am Königshof ist Mare umgeben von einem Meer aus Silbernen. Die einzigen Roten in ihrem Umfeld sind Bedienstete, die nicht mit ihr sprechen dürfen. Sie fühlt sich einsam und weiß nicht, wem sie noch trauen kann. Nur einige wenige Silberne behandeln sie freundlich, darunter ihr Lehrer Julian. Er erforscht gemeinsam mit ihr ihre Fähigkeiten und hilft ihr, diese zu kontrollieren. Dabei finden sie Dinge heraus, die Mares Kräfte noch viel bedrohlicher für die Silbernen machen.

„Du bist eine völlig andere Kategorie. Weder eine Rote noch eine Silberne. Etwas anderes. Mehr.“ (Die rote Königin, S. 138)

Doch ist Julian wirklich ihr Freund? Schließlich ist sein eigener Rat an Mare, niemandem zu vertrauen! Auch aus ihrem Verlobtem Maven und seinen Absichten wird Mare nicht schlau. Als Zweitgeborener hat er zwar keinen Anspruch auf den Thron. Doch scheinbar will er Mares Situation und die Bedingungen für die Roten zu verbessern. Aber ist er wirklich bereit, Mare bei ihrem geheimen Vorhaben zu unterstützen und dafür alles aufs Spiel zu setzen? Entscheidung 6Eine rebellische Organisation verübt in den Städten der Silbernen Anschläge. Diese Vereinigung von Roten, genannt die Scharlachrote Garde, kämpft für eine Gleichberechtigung. Sie sollen nicht länger von den Silbernen als niedere Arbeiter ausgenutzt werden. 

„Ihr glaubt, ihr seid die Herren der Welt, aber eure Herrschaft als Könige und Götter ist zu Ende. Solange ihr uns nicht als Menschen und als gleich anerkennt, wird der Kampf vor euren Türen toben. Nicht auf einem Schlachtfeld, sondern in euren Städten. Auf euren Straßen. In euren Häusern. Ihr seht uns nicht, und deshalb sind wir überall! […] Wir erheben uns. Rot wie die Morgendämmerung.“ (Die rote Königin, S. 40)

Doch ihre Angriffe fordern nicht nur Opfer unter den Silbernen, sondern auch unter den Roten. Zudem sorgen sie dafür, dass die Silbernen ihre Wut an unschuldigen Roten auslassen und der silberne König stärkere Strafen verhängt. Die Roten sollen nun noch früher zum Kriegsdienst eingezogen werden und ihre Lebensbedingungen verschlechtern sich, statt sich zu verbessern. Dennoch glaubt auch Mare, dass eine Rebellion der einzig mögliche Weg ist. Doch ist er die Opfer wirklich wert?

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